Weeks-for-Future

Die Fridays-for-Future Bewegung in Wiefelstede hatte im vergangenen Herbst die Kinder und Lehrkräfte der GS Wiefelstede eingeladen, sich an Protestmarsch und anschließendem Forum auf dem Rathausplatz zu beteiligen. Das fand aus vielfältigen Gründen weder bei den Eltern, den Lehrkräften noch den Schülerinnen und Schülern ungeteilte Zustimmung. Bevor nun so ein Punkt zu einem Streit wird, gilt es einen gemeinsamen Nenner zu suchen, und der findet sich in der Grundschule natürlich im Sachunterricht. Der Kern dieses Faches ist im Prinzip das Begreifen der Welt, und wichtig für den Unterricht ist immer die Konkretisierung und Elementarisierung der Inhalte, die dann aus mehreren Perspektiven betrachtet werden können. Der Klimawandel und der Umweltschutz sind somit ohnehin schon Themen im Sachunterricht, und auf Initiative der Fachkonferenz Sachunterricht wurde beschlossen, zusammen mit dem Umweltbildungszentrum Ammerland den Klassen 1 bis 3 ein entsprechendes Blockprojekt anzubieten. Das Umweltbildungszentrum veranstaltete nun in den beiden letzten Januarwochen 2020 dieses Projekt, und die Kinder waren eingeladen zu den Themen Energie sparen, Mobilität, Müll und Umweltschutz, Nahrung und Pausenbrot ihr Wissen zu erweitern. Frau Aderholz, die Leiterin des Umweltbildungszentrums, erklärte die Vorzüge von regionalen und saisonalen Produkten. Dass man nicht stundenlang lüften soll, Standby Geräte ganz ausschaltet, Müll vermeidet und trennt, Kleidung reparieren kann, mal das Auto stehe lässt, statt der Flugmango einen Apfel isst und Milch und Eier in der Nachbarschaft holt – es gab so viel zu besprechen. Die Kinder und Lehrkräfte der Schule waren jedenfalls sehr zufrieden mit diesen besonderen Stunden. Man kann zugleich an den Weihnachtsmann glauben und die Umwelt schützen, dass schließt sich nicht aus, denn die Grundschule ist ja ein Ort, an dem man selber geschützt größer und klüger werden kann. So gesehen waren das Weeks-for-Future, und wir bedanken uns ganz herzlich bei den Veranstaltern. (Kar)