Der Froschkönig in Wilhelmshaven

Im Stadttheater Wilhelmshaven - herzlichen Dank an die Prinzessinnen, den König und den Frosch (Foto: Kar).

Eine Theaterfahrt am 21.12., dem letzten Schultag vor den Ferien, war das abschließende Highlight für den Jahrgang 4 der Grundschule Wiefelstede. Um 8.45 Uhr ging es los nach Wilhelmshaven. Das Märchen vom „Froschkönig“ war früher einmal eine ganz übliche Gutenachtgeschichte für Kinder, wird aber heutzutage in den Familien wohl nicht mehr so viel erzählt. Darum war es für viele Schülerinnen und Schüler ein Erstbegegnung mit einem Erzählstoff, den uns die Gebrüder Grimm überlieferten. Das Stadttheater Wilhelmshaven kam dann auch direkt zur Sache, und auf einem rosa Riesensofa lümmelten sich drei Prinzessinnen und futterten Pralinen. Das erzeugte zwar ein wenig Neid im Publikum, aber die jungen Damen waren es leid den Süßkram zu essen. Der König, ihr Vater, hatte ihnen nicht mehr zu bieten, denn die Regierungsgeschäfte nahmen ihn voll in Anspruch. Aber zur Kurzweil seiner Töchter hatte er eine Goldkugel zu vergeben, und die jüngste Tochter erlangte sie mit Trotz und Heulerei. Die Kugel fiel in den Brunnen, wurde von einem Frosch geborgen, der dann aber weder geküsst wurde noch mit ins Schloss genommen wurde, vom Tellerchen der Prinzessin wollte er essen, und um seine Belohnung betrogen war. Aber der gerechte König verlangte die Einlösung der Schuld, und nach so einigen Turbulenzen, ein wenig geküsst und ein wenig an die Wand geklatscht, wurde aus dem verzauberten Frosch wieder der in ihm wohnende Prinz. Da nun der „Froschkönig“ als Musical inszeniert war und auch optisch so einiges bot, folgte unser junges Publikum dem Schauspiel begeistert von Anfang bis Ende. Als die Prinzessinnen gar noch die Zahnseide tanzten, ja auch als Floss bekannt, ging die Stimmung durch die Decke. Die mittlere Prinzessin konnte es wohl am besten, und einige Zuschauer hielt es nicht mehr auf den Plätzen. Unsere Busse waren nach der Aufführung pünktlich zur Stelle und vom Theater aus ging es direkt in die Weihnachtsferien. Ein Schüler fragte auf der Rückfahrt, was so eine Goldkugel wohl wiegt. Geht man von 15 cm aus, dann so um die 34 Kilo. Schon erstaunlich mit welcher Leichtigkeit dieser Schatz auf der Bühne bewegt wurde. Kar