PäPP in der Schule

Die Pädagogische Puppenbühne der Polizei hat mit Aufführungen für alle Jahrgänge, mit anschließenden Gesprächen mit den Klassen und Lehrkräften, sowie mit einer Elternveranstaltung am Nachmittag dafür gesorgt, dass das Thema Kindersicherheit im Internet wohl in allen Köpfen unserer Schule nun einen vorderen Platz hat.

Obwohl man als Erwachsener ja um die Gefahren weiß, war es doch erschreckend zu sehen, wie schnell im Puppenspiel das chattende Mädchen von seinem erwachsenen Gegenüber, angeblich 14, um sensible Informationen gebracht wurde. In einem eigentlich netten Chat über Hobby, Sport, Schule und Tiere hatte der Frager sehr schnell den Vor- und Familiennamen, das richtige Alter, nämlich 10, die Adresse, die Arbeitszeiten der Eltern sowie die allwöchentliche Busfahrt zum Handballtraining in Erfahrung gebracht. Sogar ein Bild wurde verschickt. Und das alles, obwohl das Mädchen diese Dinge geheim halten wollte. Die Befragung in den Klassen, Leitfrage: Wer hat denn alles ein Handy?, führte natürlich nicht zu aussagekräftigen Zahlen. In der 3c etwa haben nach dieser Frage 20 Kinder ein Handy.

Ein eigenes Handy hat man, wenn man ein Endgerät mit eigenem Vertrag ohne weitere Elternkontrolle besitzt. Dieser Erwerb geschieht meist zwischen 12 und 14 Jahren, je nachdem wie die Eltern das sehen. Gefährlich für unsere Kinder ist während der Grundschulzeit vermutlich viel eher der unkontrollierte Zugang zu internetfähigen Geräten. Ein Mittagsschlaf der Besitzer genügt, um damit jede Menge Unfug zu treiben. Ein ehemaliger Schüler holte sich wie ein Indianer das iPad sogar vom Nachtisch des Vaters, spielte die ganze Nacht, brachte es lange nach Mitternacht zurück und kam völlig müde zur Schule. Er hat es im Vertrauen erzählt, und ich habe ihn nicht verpetzt. Also, liebe Eltern und Großeltern, immer mal wieder den Verlauf prüfen. Auch den gelöschten, das macht Eindruck. Kar